Starke Frauen, gesunde Kinder – Wege aus der Mangelernährung in Burundi
Burundi ist eines der ärmsten Länder der Welt. Es ist in besonderer Weise von den Folgen des Klimawandels betroffen: starke Überschwemmungen, sowie verlängerte Trockenzeiten und Dürren greifen die Lebensgrundlagen der Menschen an. Die Bevölkerung wächst rasant, was den Druck auf die begrenzten Ressourcen weiter erhöht.
Etwa 80% der Menschen leben von Subsistenzwirtschaft, also vor allem von dem, was sie selbst anbauen und erzeugen und sind damit zunehmender Ernährungsunsicherheit ausgesetzt¹. Über 50% der Menschen im Land haben nicht genug zu essen und leben von einer Mahlzeit am Tag. Die Folgen sind dramatisch. Krisen, wie die in Burundi treffen die Schwächsten in der Gesellschaft am stärksten. Dazu gehören Kinder, Schwangere und stillende Mütter. Mehr als jedes zweite Kind (53%) unter fünf Jahren in Burundi ist stark unter- oder mangelernährt². Das kann zu Krankheiten wie Kwashiorkor führen, einer besonderen Form des Proteinmangels. Viele sterben an den Folgen der Unter- und Mangelernährung.
Um unter- und mangelernährten Kindern langfristig zu helfen, stärkt Tearfund Frauen und Mütter. Denn Studien zeigen, dass Frauen bis zu 90% ihres Einkommens reinvestieren – in die Versorgung ihrer Kinder. In Burundi arbeitet Tearfund daher insbesondere mit Müttern zusammen und befähigt sie, selbstständig die Unter- und Mangelernährung ihrer Kinder zu überwinden und eine sichere Lebensgrundlage für ihre Familie aufzubauen.
Konkrete Inhalte unseres Projekts:
- Offene Schulungen für Mütter zur Herstellung von lokal bezogenem „power porridge“ (einem besonders nahrhaften nahrungsergänzenden Brei zur Rehabilitation unterernährter Kinder)
- Sensibilisierungsveranstaltungen zu Hygieneverhalten und Gesundheit
- Trainings zur Familienstärkung zu den Themen: ausgewogene Ernährung, Prävention von Unterernährung und finanzielle Resilienzförderung
- Zugang zu revolvierenden Darlehen
- Gründung und Schulung von Spar- und Selbsthilfegruppen
- Verteilung von qualitativem Saatgut, um die Zutaten des Porridges selbst anbauen zu können
Kooperationspartner
Dieses Projekt wird durch Stiftungsgelder und private Spenden finanziert.
Tearfund Burundi setzt das Projektgemeinsam mit einer weiteren Partnerorganisation vor Ort um.
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