Gemeinsam heilen – Ruanda nach dem Genozid

Seit dem Genozid an den Tutsi im Jahr 1994 hat Ruanda viele positive Fortschritte in Versöhnung, Stabilität und wirtschaftlicher Entwicklung erlebt.

Dennoch leben rund 28 % der Bevölkerung weiterhin in Armut. Viele Frauen und Kinder erleben Gewalt in ihren Familien, und zahlreiche Communities sind von den Folgen des Klimawandels betroffen, die ihre Lebensgrundlagen gefährden.

Die Erfahrungen des Genozids haben zudem tiefgreifende emotionale und psychologische Wunden hinterlassen. Eine ganze Generation lebt  mit Traumata und psychischen Erkrankungen.

In den kommenden Jahren werden Tausende ehemalige Täter des Genozids nach beendeter Haftstrafe in ihre Herkunftsgemeinden zurückkehren – eine enorme Herausforderung für die betroffenen Communities. Neben tief verwurzelten Ängsten und Spannungen fehlt es vielerorts an strukturierten Ansätzen zur sozialen Reintegration und zur psychosozialen Begleitung der Rückkehrenden.

Seit 1994 sind es vor allem religiöse Akteure und Kirchengemeinden, die Menschen in langjährigen und schwierigen Versöhnungsprozessen begleiten. Tearfund arbeitet deshalb mit Kirchen vor Ort zusammen, die über langjährige Erfahrung in der Begleitung traumatisierter Menschen verfügen.

Unser ganzheitlicher Ansatz verbindet psychosoziale Aufarbeitung mit wirtschaftlicher Stärkung besonders vulnerabler Gruppen und der Verbesserung ihrer Lebensgrundlagen.

Konkrete Inhalte unseres Projekts:

  • Psychosoziale Begleitung von Überlebenden und Tätern des Genozids in Versöhnungsgruppen und gruppentherapeutischen Angeboten (Healing Sessions)
  • Ausbildung von friedensfördernden Persönlichkeiten in den Communities (Peace Champions)
  • Training von Gender Champions zur Prävention geschlechterspezifischer Gewalt
  • Gründung und Schulung von Spar- und Selbsthilfegruppen für Überlebende und ehemalige Täter des Genozids
  • Schulungen zu finanzieller Grundbildung für Ex-Häftlinge
  • Integration von Ex-Häftlingen in berufliche Ausbildungsprogramme

Kooperationspartner

Dieses Projekt wird durch Stiftungsgelder finanziert.

Lokale Mitarbeiter von Tearfund setzen das Projekt vor Ort um. 

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