Wasser für Somaliland - der Dürre in Ostafrika entgegenwirken

Somaliland – Der Dürre in Ostafrika entgegenwirken

Dürre in Ostafrika - Hungersnot
7 von 10 Somalier haben weniger als $2 pro Tag zum Überleben.
1 Million Kinder sind unterernährt.
Dürre in Ostafrika - Wassermangel
1,23 Millionen Menschen haben keinen Zugang zu Trinkwasser.

Somaliland ist eine autonome Region in Ostafrika, die den Nordteil Somalias an der Grenze Äthiopiens umfasst. Etwa 65 Prozent der 3,5 Millionen Einwohner von Somaliland beziehen ihr Einkommen fast ausschließlich aus der Viehzucht. Wenn der Regen ausbleibt und kaum noch etwas wächst, finden die Tiere keine Nahrungsquellen und die Menschen sind existenziell bedroht.

Die durch den Klimawandel hervorgerufenen Naturkatastrophen sind die größte Ursache, warum Menschen ihre Heimat verlassen müssen. Armut und Arbeitslosigkeit sind in Somaliland weit verbreitet. Für die Mehrheit der Bevölkerung ist die ausreichende Versorgung mit Nahrungsmitteln ein täglicher Kampf.

Schwerpunkte unserer Arbeit

Unser Hauptziel in Somaliland ist es, die Dorfgemeinschaften zu stärken und ihre Resilienz zu erhöhen, damit die Menschen ihren lokalen Problemen und Krisen durch Wissen, Planung, Vorbereitung und Zusammenarbeit entgegenwirken können. Dies soll insbesondere durch Projekte im Bereich der Wasser- und Landwirtschaft, der Gesundheitsförderung und Wirtschaftsentwicklung erreicht werden.

  • Das Flüchtlingscamp Balimataan in Somaliland
Dürre in Ostafrika - Selbständigkeit von Frauen

“Ich konnte gar nicht glauben, dass das Sparen und Verleihen kleiner Geldbeträge unsere Umstände so sehr verändern kann. Später habe ich gemerkt, dass das unser Weg aus der Armut sein kann.”

Fadumo Muse (49), die sich einst gezwungen sah, Bettlerin in der Stadt zu werden, betreibt heute ein kleines Lebensmittelgeschäft.

Projekte in Somaliland

Dürre in Ostafrika - Gemüseanbau für Familien

Gesundheit / Gesunde Ernährung

  • Verbesserung der Gesundheit von schwangeren Frauen, Müttern und ihren Kindern durch gesündere, abwechslungsreiche Ernährung
  • Aufbau von Gemüsegärten und Gewächshäusern, damit verschiedene Gemüsesorten zur Verfügung stehen
  • Durchführung von Kochkursen gemeinsam mit Müttergruppen
  • Schulung von Familien-Gesundheitsberaterinnen, die durch Hausbesuche über das Thema gesunde Ernährung aufklären
  • Bewusstsein für Hygiene im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie erhöhen (Hände waschen, Abstand halten)
Dürre Ostafrika - sauberes Wasser für die menschen

Wasser- und Landwirtschaft

  • Nachhaltige Sicherung der natürlichen Ressourcen durch Speicherung von Regenwasser und Rehabilitierung lokaler Wasserinfrastruktur
  • Verbesserung der Bodenqualität von Ackerland und Weideland zur Erhöhung der Fruchtbarkeit und des Ertrags
  • Krisenrisikomanagement (gegen Dürre, Heuschreckenplagen etc.)

Nachhaltige Landwirtschaft

Wir möchten die Gesundheit von Familien durch gesündere, abwechslungsreiche Ernährung verbessern. Deshalb haben wir mit den Gemeinden vor Ort Gemüsegärten und Gewächshäuser aufgebaut, damit verschiedene Gemüsesorten zur Verfügung stehen. Außerdem werden die Menschen in gesunder Ernährung geschult.

Wirtschaftsentwicklung

  • Stärkung von Frauen durch sogenannte Selbsthilfegruppen/ Spargruppen, zum Aufbau von Kleinunternehmen, Vernetzung dieser Gruppen auf Cluster Ebene
  • Alphabetisierungskurse
  • Weiterbildung, Aufklärungskampagnen und Schulungen zu den Themen Ernährung und Diversifizierung von Nahrung und Einkommen

Inklusion

  • Bildung für Kinder mit Behinderungen (Autismus, Down Syndrom, Entwicklungsverzögerungen u.a.) und Hilfe für deren Eltern
  • Schulungen und Information für Mitarbeiter, Freiwillige, Sozialarbeiter und Lehrer
  • Stärkung lokaler Partnerorganisation

Das Flüchtlingscamp Salahely

Obah, die als Binnenflüchtling mit ihren 8 Kindern in dieses Camp geflüchtet ist, erzählt im Video von ihren Erlebnissen. Obah gehört zu den Ärmsten der Bevölkerung. Krisen wie Überschwemmungen, Heuschreckenplagen und die Auswirkungen der Covid-19 Pandemie treffen sie deshalb besonders schwer. Oft haben sie ihren ganzen Besitz verloren und sind nicht in der Lage, ihre Familie zu ernähren.

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