Was würde mich wohl erwarten in Pakistan? Mit dieser Frage lande ich im September 2019 in dem mir noch unbekannten Land. Der Moment, als ich auf dem Flughafen die vielen neuen Gerüche einatme, ist mir noch in guter Erinnerung.

Die aktuelle humanitäre Lage im Jemen ist traurig und erschreckend. Noch erschreckender ist jedoch, wie viele Menschen in westlichen Ländern davon noch nicht einmal gehört haben.
Schon lange ist der Jemen eines der ärmsten arabischen Länder. Heute ist er Schauplatz der größten humanitären Krise der Welt und gleichzeitig der schlimmsten seit über 100 Jahren.

Pakistan, das „Land der Reinen“ (so die Bedeutung des Namens), ist das Zuhause von 217 Millionen Menschen, 97 Prozent von ihnen muslimischen Glaubens. Pakistan ist eines der wenigen Länder, das sich auf die Religion gründet.

Im Dezember war ich für eine Woche in Amman um Projekte zu besichtigen. Ich nehme euch mit auf eine Tour durch die Stadt. Wir starten früh morgens und fahren in die Außenbezirke. Dort, am Rand der Stadt leben die, die am Rand der Gesellschaft stehen. Wir sitzen bei einer Familie in einem notdürftig zusammengeflickten Zelt. Es ist bitterkalt, der Wind pfeift durch alle Ritzen. Vor dem Zelt steht ein verwahrloster Hund und bellt unablässig. In einem Gatter kauen zwei Ziegen an Gestrüpp.

Der 19. November ist Welttoilettentag. Denn noch immer hat mehr als ein Drittel der Weltbevölkerung keinen Zugang zu sanitären Anlagen. Verschmutztes Trinkwasser und Krankheiten wie Cholera sind die Folge!
Im Jemen sind Krieg und Hunger die größten Probleme. Doch auch dort wird durch fehlende Toiletten und schlechte hygienische Bedingungen die Lage noch zusätzlich verschärft!